Romane

Spielmannsbraut

18.10. 2021, Drachenmondverlag

Klappentext:
»Ich würde mich nicht unterordnen, nur weil mir irgendjemand einen Ring auf den Finger schob! Er wollte meinen Gehorsam? Er würde ihn sich erkämpfen müssen.«

Prinzessin Mirelle soll verheiratet werden - und das schnell, bevor sich ihr nacktes Bad im Fluss als Skandal herumspricht. Doch sie ist nicht bereit, sich dem Willen ihres Vaters zu fügen. Sie schlägt alle Freier in die Flucht mit der einzigen Waffe, die sie besitzt: gut gezieltem Spott. Nur nutzt es ihr nichts. Zur Strafe muss sie einen Bettler heiraten, der sie zu Demut erziehen soll. Kaum hat Mirelle den Ring am Finger, sinnt sie auf Rache an ihrem Vater - und an ihrem neuen Ehemann. Da kann er sie noch so faszinieren …

ca. 288 Seiten

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Hintergrund

Spielmannsbraut ist eine Adaption des Grimm'schen Märchens König Drosselbart. Ich fand das Märchen schon immer sehr faszinierend... aber auch etwas befremdlich.

Warum befremdlich? Für die Drachenschuppe, das Verlagsmagazin, habe ich einen detaillierten Text geschrieben, in dem es genau darum geht, was mich an dem Märchen alles gestört hat und ich ändern wollte. Insgesamt ist das Märchen einfach eine Geschichte, die vollkommen aus der Sicht von Männern geschrieben ist. Die Ansichten der Prinzessin spielen überhaupt keine Rolle, tatsächlich darf sie häufig auch gar nicht zu Wort kommen. Wie passend, dass der Prinzessin auch ausgerechent vorgeworfen wird, sie hätte den Mund zu weit aufgerissen - und dass sie deswegen als Strafe an einen Bettler verheiratet wird, der sie Demut lehren soll. Was für eine schöne Geschichte, oder?

Ich finde nicht. Und deswegen habe ich sie umgeschrieben, habe der Prinzessin eine eigene Stimme gegeben.

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